Was habe ich in den letzten paar Folgen alles gelernt? Ich habe eine Menge aufgenommen. Ich habe aufgenommen mit Florian Hommeyer, der war Storyteller in Folge 7, wenn ich mich recht erinnere. Dann hab ich aufgenommen mit Dominik, in Folge 8 mit seinem Travel-Insider-Podcast. Dominik hat uns ein wenig darüber erzählt, wie er seinen Podcast rund um das Thema reisen gestaltet. Ebenfalls zu Gast hatte ich die liebe Sophia Albers. Sophia ist Chefin der Murmel Productions und produziert selbst Podcasts. Wenn euch das Interview mit Sophia interessiert, dann hört doch gerne nochmal rein in Folge 6. Dann hatte ich auch noch den lieben Andreas, besser bekannt als Loffi, bei mir zu Gast. Viele liebe Grüße an dieser Stelle.

Dabei ist mir etwas aufgefallen. Ich habe selber einige Fehler gemacht. Ich nehme jetzt zwar schon sehr lange auf. Zum Beispiel habe ich auch mit der lieben Elke einen Comedy-Podcast, welcher Bullshit Deluxe heißt. Dort haben wir am Anfang auch sehr viel verbessert, haben Equipment gekauft und wenn man sich da erst mal so richtig reingefuchst hat, dann läuft das eigentlich von ganz alleine. Wenn man jetzt aber mit anderen Interviewpartnern aufnimmt, dann treten doch die ein oder anderen Schwierigkeiten auf.

So war es zum Beispiel bei mir mit dem lieben Reinhard Remford. Ich habe mit dem Reinhard eine Folge aufgenommen und es kam mir am Anfang irgendwie schon komisch vor. Ich habe im Aufnahmeprogramm gemerkt, dass die Lautstärke irgendwie nicht passt und versucht, an meinem Mikrofon noch während der Aufnahme etwas zu verstellen. Es hat aber alles nicht so funktioniert. Trotzdem hatte ich wirklich Bedenken gehabt, während der Folge einfach zum Reinhard zu sagen: “Du stopp, pass auf. Hier stimmt irgendwas nicht.” Sondern wir haben einfach weiter aufgenommen. Wir haben eine ganze Stunde lang über seinen Podcast geredet. Er hat sehr tolle Tipps mit mir geteilt über diverse Aufnahmesoftwaren und vieles mehr.

Als die Aufnahme dann fertig war und ich sie mir angehört habe, stellte ich fest, dass ich in meinem Aufnahmeprogramm das falsche Mikrofon ausgewählt hatte. Das ist natürlich unglaublich ärgerlich. Deswegen mein Learning an dieser Stelle: Kuck dir in deinem Aufnahmeprogramm immer an, ob das richtige Mikrofon ausgewählt ist und wenn dir irgendwas komisch vorkommt, egal was es ist, dann stoppe die Aufnahme zwischendurch. Es ist egal, wie prominent der jeweilige Gast ist oder wie viel Respekt du vor deinem Gast hast, unterbreche auf jeden Fall die Aufnahme, wenn du das Gefühl hast, dass etwas nicht stimmt.

Es bringt nämlich niemandem etwas, wenn du die Aufnahme im Kasten hast, nachdem ihr über eine Stunde miteinander gesprochen habt und im Endeffekt müsst ihr die Aufnahme neu machen, weil man sie so nicht verwenden kann. Genau so ist es jetzt bei mir. Die Aufnahme mit Reinhard ist nicht zu gebrauchen und wir müssen sie neu machen. Ihr könnt euch auf jeden Fall schon mal darauf freuen, denn es wird nach dieser Podcastfolge die nächste oder übernächste Folge sein. Trotzdem ist und bleibt es natürlich ärgerlich. Einmal für dich selbst, weil du die ganze Arbeit nochmals neu machen musst und auf der anderen Seite natürlich auch für deinen Gast, denn er hat sich ja die Zeit genommen und mit dir gesprochen, ohne das es jetzt ein zufriedenstellendes Resultat gibt.

Damit komme ich auch gleich zum zweiten Tipp. Setze dir bei einer Aufnahme mit einem Interviewpartner immer Kopfhörer auf. Es ist nämlich sehr wichtig, dass du deinen Interviewpartner nicht über die Boxen abspielst, weil du sonst das Geräusch aus den Boxen mit auf der Aufnahme hast. Das ist in der Nachbearbeitung ganz schlecht bis gar nicht mehr rauszubekommen. Ich kenne jetzt leider den Fachbegriff dafür nicht, wenn man seinen Interviewpartner mit auf seiner Tonspur hat, aber ich habe in den nächsten Folgen einen Musikproduzenten, den lieben Jonas, zu Gast. Jonas kann uns sicherlich einiges dazu erzählen, wie man sowas nennt und noch viele interessante Dinge mehr.

Ob der dritte Tipp ein Tipp ist, weiß ich jetzt nich so genau, aber ich gebe ihn euch einfach mal. Denn der liebe Florian aus Folge Nummer 7 und der liebe Dominik aus Folge Nummer 8 hatten im Endeffekt den gleichen Ansatz an einen Podcast ranzugehen wie ich selbst. Wir haben einfach mal gestartet. Das ist ein sehr zwiespältiges Thema, denn ich bin zum Beispiel dafür, dass man natürlich rausgehen und seinen Podcast machen sollte, aber meiner Meinung nach funktioniert es in der heutigen Zeit nicht mehr, einfach in sein Handy hinein zu sprechen und das Ganze dann hochzuladen. Denn die Hörer, die jetzt neu dazu kommen, sind alle sehr gute Audioproduktionen gewöhnt und viele große Produktionen wie OMR, Julep, Spotify usw. produzieren einen sehr hochwertigen Content, mit welchem man einfach so, wenn man neu einsteigt und schlechte Audioqualität hat, dann wahrscheinlich nicht wird mithalten können.

Deshalb kann ich dir nur ans Herz legen, wenn du Bock hast, einen Podcast zu machen, kaufe dir auf jeden Fall ein Mikrofon. Es muss am Anfang nicht das Teuerste sein. Du kannst einfach mal auf Amazon schauen. Ich habe damals mit dem Samsung Metior angefangen, dass kann ich dir sehr gerne mal verlinken. Das Mikrofon von Samsung ist nicht Königsklasse, aber es geht. Wenn du nach 5 Folgen merkst – so wie das bei Dominik der Fall war – dass du ein Mikrofon brauchst, dann geh einfach los und kaufe dir eins.

Oder wenn du merkst, dass dich das interessiert und du dich mit der Technik beschäftigen möchtest, zum Beispiel mit Mischer, XLR-Kabel, Mikrofonen usw, dann kannst du dir einmal das SM7B anschauen, das verlinke ich dir in den Shownotes. Aber es geht auch eine Stufe kleiner. Mit dem Sure MV7. Das benutze ich selbst. Es hat einen USB-Anschluss und ich bin damit wirklich zufrieden. Ihr hört die Audioqualität. Natürlich ist sie noch ein bisschen nachbearbeitet, aber dieses Mikro macht einen echt guten Job. Es nimmt ein bisschen viel Raumklang auf, das ist beim SM7B nicht mehr so stark, aber damit kann man leben und man kriegt eine geile Qualität. Danach gut nacharbeiten.

Schau dir gerne mal die Programme Ultraschall und Reeper an. Damit nehme ich zwar nicht auf, habe aber von Reinhard Remford nur Gutes darüber gehört. Meine letzten Gäste, welche ich hatte, nehmen auch mit diesem Programm auf und die haben uns ja auch ein bisschen was drüber erzählt. Bei Interesse also einfach mal vorbeischauen. Es ist nicht ganz kostenlos. Reeper kostet nach 60 Tagen Laufzeit einmalig 52,00 Euro. Ultraschall ist komplett kostenlos. Das finde ich absolut in Ordnung.

Ich nehme mit der Adobe Software auf, da zahle ich einen monatlichen Betrag von 30,00 Euro für die komplette Cloud. Da kann jeder selbst überlegen, was er damit gerne machen möchte.

Der nächste Tipp befasst sich mit dem Thema den Trailer auf Folge 0 zu setzen. Ich habe mich nach vier Folgen dazu entschlossen, einen Podcasttrailer aufzunehmen, was in meinem Podcast passiert, was man hier hören kann usw. Den Trailer hab ich dann einfach als Folge 5 hochgeladen. Jetzt ist natürlich der Trailer Folge 5 außerhalb der Reihe von meinem Feed. Mich persönlich stört das nicht. Es ist zwar nicht besonders schön, aber es ist nicht störend. Wenn du den Podcast als Trailer setzen möchtest, dann setze den Trailer am besten als Folge 0 und als Veröffentlichungsdatum setzt du ein Datum vor deiner ersten Folge. Wenn du das nämlich machst, erscheint der Trailer zwar in deinem Feed, aber eben nicht als Folge 5, 6, 7 oder 8, sondern als Folge 0. Also als allererste Folge, die vor der ersten Folge erschienen ist und so kannst du deinen Trailer, egal wann du ihn aufnimmst, immer wieder an die Stelle 0 setzen. Das als kleiner Tipp. Das Veröffentlichungsdatum vor der ersten Folge auswählen und schon hast du deinen Trailer als allererste Folge stehen.

Ein weiterer Tipp von mir ist, die Interviews niemals über Zoom aufzunehmen. Klar, man kann sich über Zoom unterhalten, aber Zoom ist zum Aufnehmen so ziemlich die bescheidenste Option, die es überhaupt gibt.

Wenn du ein Interview aufnimmst, tu dir selber den Gefallen, mache das nicht über Zoom. Denn die Audioqualität ist wirklich sehr schlecht. Du kannst es lokal über den PC machen. Dabei kannst du Zoom laufen lassen. Ihr könnt euch beim Sprechen anschauen und auch unterhalten. Aber wichtig ist, dass entweder du selbst oder dein Interviewpartner lokal auf dem PC aufnehmt. Dafür kann sich dein Interviewpartner Audistcity herunterladen. Das geht ganz schnell und ist in fünf Klicks installiert. Am Ende der Aufnahme kann er dir dann die Datei via Wetransfer einfach zuschicken.

Am Anfang ist wichtig, einen Synchronisationspartner zu setzen und dann kann die Aufnahme auch schon starten.

Eine andere Möglichkeit ist zum Beispiel Studiolink. Studiolink ist ebenfalls kostenlos und mit nur zwei Klicks installiert. Du kannst es auch in Ultraschall und Reeper ohne Probleme integrieren. Ich werde das in den nächsten Tagen einmal ausprobieren und auf meinem Instagram-Kanal zu Studiolink Feedback geben. Ich werde dir einige Storys und Posts dazu machen. Also wenn es dich interessiert, wie dieses Studiolink aussieht, dann schau sehr gerne bei mir auf Instagram vorbei. Für mich aber nach wie vor die Aufnahmelösung Nummer eins: Lokal! Denn ansonsten ist deine Aufnahmequalität immer davon abhängig, wie gut deine Internetverbindung ist. Und wir alle wissen, Internetverbindungen können ziemlicher Mist sein und wenn du dann eine Verschiebung der verschiedenen Spuren hast, dann ist das wahnsinnig schwer im Nachhinein wieder rauszubekommen. Man hört so viele Podcasts, welche eigentlich ein gutes Thema haben, aber über Zoom aufnehmen und die Qualität leidet so sehr darunter. Das wollen wir beim Podcast natürlich nicht haben, dass es den Hörern im Ohr wehtut. Natürlich muss man irgendwie anfangen und hat vielleicht nicht immer gleich das beste Equipment, aber man kann schon mit sehr einfachen Mitteln seine Audioqualität schnell und einfach steigern. Wenn du du und dein Gesprächspartner euch nicht sehen möchtet, dann ruf ihn doch einfach an. Steck dir dein Headset ins Ohr und rede aber trotzdem in dein Mikrofon. Dein Interviewpartner macht das Gleiche. Ihr telefoniert, müsst euch nicht sehen und könnt trotzdem eine tolle Folge aufnehmen.

Ich hoffe, diese Learnings haben dir weitergeholfen, deinen Podcast zu verbessern oder vielleicht sogar deinen eigenen Podcast zu starten. Das würde mich sehr freuen. Solltest du deinen Podcast durch meine Learnings verbessert haben, dann verlinke mich doch einfach gerne bei deinen Posts auf Instagram, so dass ich mir das Ganze auch anschauen kann. Einfach audiochirurgiestation7 verlinken, ich würde mich sehr freuen, mit dir in den Austausch zu gehen.

Wenn du weitere Fragen zum Thema Podcast hast oder wenn du Hilfe brauchst, dann schau gerne auf meiner Webseite vorbei. Diese habe ich dir unten in den Shownotes verlinkt. Du kannst mich auch jederzeit sehr gerne anrufen, wir können einen Termin ausmachen und ein bisschen quatschen.

 

Links zur Folge:

Mein Instagram

Meine Webseite

Ultraschall.fm

Reaper

Samson Meteor Mikrofon

Shure SM7B

Shure MV7 (mein Mikrofon)

Wenn dich ein Thema interessiert oder du eine Frage hast, kannst du mir auch jederzeit gerne eine persönliche Nachricht, über diese Kanäle zukommen lassen. Ich werde dir immer persönlich antworten.

Auf meiner Webseite https://www.betterwork-together.de findest du meinen Podcast-Blog und weitere spannende Infos über meine Arbeit und das Thema Podcast.

 

 

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